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Der Arbeitgeber, der seine Arbeitnehmerin nicht mehr beschäftigen wollte

Ein Fall einer älteren Arbeitnehmerin, die schwerbehindert ist und von ihrer Arbeitgeberin (einem Krankenhaus) nicht mehr beschäftigt worden ist, hat mich zu dem unten aufgeführten „Gedicht“ inspiriert.

Ich hatte die Mandantin vor ca. 5 Jahren vor einem Arbeitsgericht in Niedersachsen vertreten und der Fall hatte uns alle in der Kanzlei sehr bewegt. Das Prozessverfahren hatte sich über 2 Jahre hingezogen. Die Mandantin ist durch das Verhalten der Arbeitgeberin in finanzielle Bedrängnis geraten, so dass auch noch ein Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz angestrengt werden musste. Dadurch konnte zunächst ein Teilvergleich erzielt werden und unter dem Druck des Klageverfahrens hatte die Arbeitgeberin schließlich eingelenkt. Sie verpflichtete sich in einem weiteren Vergleich dazu, die Arbeitnehmerin leidensgerecht zu beschäftigen und die rückständige Vergütung nebst einem „Obolus“ an die Arbeitnehmerin zu zahlen.

Dieser Fall zeigt, dass ein Ziel gegebenenfalls erst nach mehrjähriger Prozessdauer und der Durchführung von verschiedenen Verfahren erreicht werden kann.

 

Arbeitnehmerin in Not

 

Eine Arbeitnehmerin will tun ihre Pflicht,

doch ihre Arbeitgeberin lässt sie nicht,

arbeitsunfähig soll sie sein,

doch der Amtsarzt sagt nein.

 

So ist die Klägerin jetzt in finanzieller Not,

denn das Krankengeld reicht nur noch fürs Brot.

An Zucker und Psyche leidet die Klägerin nun sehr,

doch die Arbeitgeberin stellt sich weiterhin quer.

 

Beschäftigung geben will die Arbeitgeberin nicht,

auch wenn die Arbeitnehmerin auf tägliche Arbeit sehr erpicht.

Integrations- und Rentenamt sind auch mit dabei,

doch der Spuk ist immer noch nicht vorbei.

Oh Schreck, ein dichter Nebel trübt dem Arbeitsgericht die Augen,

die angekündigte Entscheidung wird nichts taugen.

Zum Glück steht der Klägerin das Bundesarbeitsgericht mit einer Entscheidung bei.

Danach gibt es bei der Arbeitgeberin nur noch Geschrei.

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